{"id":139,"date":"2015-06-01T18:19:30","date_gmt":"2015-06-01T16:19:30","guid":{"rendered":"http:\/\/aidgovernance.org.gracchus.sui-inter.net\/?page_id=139"},"modified":"2015-06-12T14:08:00","modified_gmt":"2015-06-12T12:08:00","slug":"das-fitnessradar-modell-subsidiary-governance-modell-aid-governance","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.aidgovernance.org\/fitnessradar\/das-fitnessradar-modell-subsidiary-governance-modell-aid-governance\/","title":{"rendered":"Das Fitnessradar-Modell"},"content":{"rendered":"<h2>Das Fitnessradar-Modell<\/h2>\n<p>Das Fitnessradar-Modell wurde von Forschenden der Betriebswirtschaft und der Sozialen Arbeit in einem Projekt der Hochschule Luzern zusammen mit mehreren Praxispartnerinnen und Partnern aus der Branche spezifisch f\u00fcr das Sozialwesen erarbeitet. Es basiert auf einem Governance Modell, dass urspr\u00fcnglich an der Universit\u00e4t St. Gallen entwickelt und bereits in zahlreichen praktischen Anwendungen verfeinert wurde.<\/p>\n<p>Durch das Modell gelangen wir innert K\u00fcrze zu einer integrativen und systemischen Sicht einer Organisation selbst in komplexen Kontexten. Gemeinsam werden Ideen der praktischen Umsetzung und eines wertsteigernden Zusammenspiels innerhalb und ausserhalb der Organisation erarbeitet. Die solchermassen holistische Sicht macht es m\u00f6glich, Besonderheiten und Chancen einer Organisation bewusster, ja greifbarer zu machen und Wirkungen zu verbessern. Wissenschaftliche Fundierung, praktische Anwendbarkeit und pragmatische Umsetzung zeichnen dabei unser Vorgehen aus.<\/p>\n<p>Unser integriertes Governance- und Management-Konzept umfasst sechs Module:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/aidgovernance.org.gracchus.sui-inter.net\/fitnessradar\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Modell.png\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-168\" src=\"http:\/\/aidgovernance.org.gracchus.sui-inter.net\/fitnessradar\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Modell-300x295.png\" alt=\"Modell\" width=\"300\" height=\"295\" srcset=\"https:\/\/www.aidgovernance.org\/fitnessradar\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Modell-300x295.png 300w, https:\/\/www.aidgovernance.org\/fitnessradar\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Modell.png 606w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>System-Management <\/strong>befasst sich mit dem ganzheitlichen Verst\u00e4ndnis der Organisation und ihres Umfelds. Im System-Management wird Fragen von Nachhaltigkeit, kontinuierlicher Verbesserung, Interdisziplinarit\u00e4t und Vernetzung nachgegangen. Insbesondere werden auch das spezifische Versorgungssystem des Sozialwesens und die Position der Organisation zwischen Gesellschaft, Politik, Klienten und finanziellen Tr\u00e4gern thematisiert.<\/p>\n<p><strong>Mission-Management<\/strong> beinhaltet die Gestaltung der Strategie, Struktur und Kultur einer Organisation. Diese drei Komponenten haben die Funktion, Ordnung in das System der Organisation zu bringen und das Alltagsgeschehen darauf auszurichten, bestimmte Wirkungen und Ergebnisse zu erzielen.<\/p>\n<p><strong>Integrit\u00e4ts-Management <\/strong>besch\u00e4ftigt sich mit den Werten guter Zusammenarbeit. Ethische Fragestellungen oder Defizite sollen identifiziert werden, bevor sie zum Problem werden. Durch Bewusstseinsf\u00f6rderung und die Einrichtung von Prozessen und Instrumenten kann ethisches Verhalten sichergestellt oder zumindest gef\u00f6rdert werden.<\/p>\n<p><strong>Anspruchsgruppen-Management<\/strong> besteht aus der Definition, der Identifizierung, dem Management und der Kontrolle der zahlreichen Anspruchsgruppen einer Organisation. Es soll eine echte Zusammenarbeit sichergestellt werden, indem gegenseitige Anspr\u00fcche gekl\u00e4rt und die \u00dcbernahme von Verantwortung gef\u00f6rdert werden. Strategische wie ethisch relevante Aspekte werden in einem ganzheitlichen Anspruchsgruppen-Verst\u00e4ndnis miteinbezogen. Ziel ist die langfristige Mitverantwortung und Zufriedenheit m\u00f6glichst aller Betroffenen.<\/p>\n<p><strong>Risiko-Management<\/strong> unterst\u00fctzt die Organisation, Risiken und Chancen vorausschauend zu erfassen, zu beurteilen und mit ihnen umzugehen. Zentrale Elemente sind dabei eine vollst\u00e4ndige, periodische Risikoerfassung, ein zyklischer Risiko-Managementprozess inklusive \u00dcberwachung und eine Bottom-up-Philosophie. Ein besonderes Augenmerk wird den spezifischen Branchenrisiken des Sozialwesens gewidmet.<\/p>\n<p><strong>Audit- und Berichts-Management<\/strong> besch\u00e4ftigt sich sowohl mit den gesetzlichen Anforderungen als auch mit der Effektivit\u00e4t, Effizienz, Erfolgsrelevanz und Rolle interner und externer \u00dcberpr\u00fcfungen (Audits). Es hilft einer Organisation, nicht nur die gesetzlichen Vorschriften zu erf\u00fcllen, sondern \u00dcberpr\u00fcfungen, Audits und Berichte als wertvolles internes Verbesserungs- und Kontrollinstrument einzusetzen.<\/p>\n<p>Mit einer guten F\u00fchrung und Kontrolle in diesen Bereichen wird die Grundlage geschaffen, um Resultate zu erreichen, die f\u00fcr soziale Organisationen von grosser Bedeutung sind: N\u00e4mlich <strong>Professionalit\u00e4t, Wirkung, Glaubw\u00fcrdigkeit, F\u00fchrung, Erneuerungsf\u00e4higkeit<\/strong> \u2013 die sogenannten \u201eResultatmodule\u201c des Modells. Wenn eine Organisation in den sechs Inhaltsmodulen \u201efit\u201c ist, schafft dies die Voraussetzungen, um in den Resultatmodulen gute Ergebnisse zu erzielen.<\/p>\n<h3>Fit auf allen Hierarchieeben<\/h3>\n<p>Das Modell nimmt ausserdem die ganze Organisation mit allen Hierarchieebenen in den Fokus (vgl. Abbildung 2). Denn eine wirkungsvolle Steuerung muss sich sozusagen vertikal durch die ganze Organisation hindurchziehen, schlie\u00dflich sind Governance-Anliegen relevant f\u00fcr das Gesamtsystem einer Organisation. Das Gelingen guter NPO-Governance h\u00e4ngt keinesfalls nur vom obersten Gremium und dessen Professionalit\u00e4t ab, sondern ma\u00dfgeblich auch davon, wie die Zwischenebenen und die Mitarbeitenden Governance-Anliegen verstehen und aufnehmen, wie die Anliegen in der Organisation operationalisiert, adaptiert und gelebt und auch wie sie nach \u00bboben\u00ab zur\u00fcckgespiegelt werden. Wie die Forschung zeigt, existieren zwischen den Hierarchieebenen einer Organisation immer F\u00fchrungsl\u00fccken, diese hilft das Fitnessradar-Modell zu \u00fcberbr\u00fccken.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/aidgovernance.org.gracchus.sui-inter.net\/fitnessradar\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Bild5.png\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone  wp-image-196\" src=\"http:\/\/aidgovernance.org.gracchus.sui-inter.net\/fitnessradar\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Bild5-1024x397.png\" alt=\"Bild5\" width=\"645\" height=\"250\" srcset=\"https:\/\/www.aidgovernance.org\/fitnessradar\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Bild5-1024x397.png 1024w, https:\/\/www.aidgovernance.org\/fitnessradar\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Bild5-300x116.png 300w, https:\/\/www.aidgovernance.org\/fitnessradar\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Bild5.png 1598w\" sizes=\"(max-width: 645px) 100vw, 645px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Fitnessradar-Modell Das Fitnessradar-Modell wurde von Forschenden der Betriebswirtschaft und der Sozialen Arbeit in einem Projekt der Hochschule Luzern zusammen mit mehreren Praxispartnerinnen und Partnern aus der Branche spezifisch f\u00fcr das Sozialwesen erarbeitet. Es basiert auf einem Governance Modell, dass urspr\u00fcnglich an der Universit\u00e4t St. Gallen entwickelt und bereits in zahlreichen praktischen Anwendungen verfeinert wurde. Durch das Modell gelangen wir innert K\u00fcrze zu einer integrativen und systemischen Sicht einer Organisation selbst in komplexen Kontexten. Gemeinsam werden Ideen der praktischen Umsetzung und eines wertsteigernden Zusammenspiels innerhalb und ausserhalb der Organisation erarbeitet. Die solchermassen holistische Sicht macht es m\u00f6glich, Besonderheiten und Chancen einer Organisation bewusster, ja greifbarer zu machen und Wirkungen zu verbessern. Wissenschaftliche Fundierung, praktische Anwendbarkeit und pragmatische Umsetzung zeichnen dabei unser Vorgehen aus. Unser integriertes Governance- und Management-Konzept umfasst sechs Module: System-Management befasst sich mit dem ganzheitlichen Verst\u00e4ndnis der Organisation und ihres Umfelds. Im System-Management wird Fragen von Nachhaltigkeit, kontinuierlicher Verbesserung, Interdisziplinarit\u00e4t und Vernetzung nachgegangen. Insbesondere werden auch das spezifische Versorgungssystem des Sozialwesens und die Position der Organisation zwischen Gesellschaft, Politik, Klienten und finanziellen Tr\u00e4gern thematisiert. Mission-Management beinhaltet die Gestaltung der Strategie, Struktur und Kultur einer Organisation. Diese drei Komponenten haben die Funktion, Ordnung in das System der Organisation zu bringen und das Alltagsgeschehen darauf auszurichten, bestimmte Wirkungen und Ergebnisse zu erzielen. Integrit\u00e4ts-Management besch\u00e4ftigt sich mit den Werten guter Zusammenarbeit. Ethische Fragestellungen oder Defizite sollen identifiziert werden, bevor sie zum Problem werden. Durch Bewusstseinsf\u00f6rderung und die Einrichtung von Prozessen und Instrumenten kann ethisches Verhalten sichergestellt oder zumindest gef\u00f6rdert werden. Anspruchsgruppen-Management besteht aus der Definition, der Identifizierung, dem Management und der Kontrolle der zahlreichen Anspruchsgruppen einer Organisation. Es soll eine echte Zusammenarbeit sichergestellt werden, indem gegenseitige Anspr\u00fcche gekl\u00e4rt und die \u00dcbernahme von Verantwortung gef\u00f6rdert werden. Strategische wie ethisch relevante Aspekte werden in einem ganzheitlichen Anspruchsgruppen-Verst\u00e4ndnis miteinbezogen. Ziel ist die langfristige Mitverantwortung und Zufriedenheit m\u00f6glichst aller Betroffenen. Risiko-Management unterst\u00fctzt die Organisation, Risiken und Chancen vorausschauend zu erfassen, zu beurteilen und mit ihnen umzugehen. Zentrale Elemente sind dabei eine vollst\u00e4ndige, periodische Risikoerfassung, ein zyklischer Risiko-Managementprozess inklusive \u00dcberwachung und eine Bottom-up-Philosophie. Ein besonderes Augenmerk wird den spezifischen Branchenrisiken des Sozialwesens gewidmet. Audit- und Berichts-Management besch\u00e4ftigt sich sowohl mit den gesetzlichen Anforderungen als auch mit der Effektivit\u00e4t, Effizienz, Erfolgsrelevanz und Rolle interner und externer \u00dcberpr\u00fcfungen (Audits). Es hilft einer Organisation, nicht nur die gesetzlichen Vorschriften zu erf\u00fcllen, sondern \u00dcberpr\u00fcfungen, Audits und Berichte als wertvolles internes Verbesserungs- und Kontrollinstrument einzusetzen. Mit einer guten F\u00fchrung und Kontrolle in diesen Bereichen wird die Grundlage geschaffen, um Resultate zu erreichen, die f\u00fcr soziale Organisationen von grosser Bedeutung sind: N\u00e4mlich Professionalit\u00e4t, Wirkung, Glaubw\u00fcrdigkeit, F\u00fchrung, Erneuerungsf\u00e4higkeit \u2013 die sogenannten \u201eResultatmodule\u201c des Modells. Wenn eine Organisation in den sechs Inhaltsmodulen \u201efit\u201c ist, schafft dies die Voraussetzungen, um in den Resultatmodulen gute Ergebnisse zu erzielen. Fit auf allen Hierarchieeben Das Modell nimmt ausserdem die ganze Organisation mit allen Hierarchieebenen in den Fokus (vgl. Abbildung 2). Denn eine wirkungsvolle Steuerung muss sich sozusagen vertikal durch die ganze Organisation hindurchziehen, schlie\u00dflich sind Governance-Anliegen relevant f\u00fcr das Gesamtsystem einer Organisation. Das Gelingen guter NPO-Governance h\u00e4ngt keinesfalls nur vom obersten Gremium und dessen Professionalit\u00e4t ab, sondern ma\u00dfgeblich auch davon, wie die Zwischenebenen und die Mitarbeitenden Governance-Anliegen verstehen und aufnehmen, wie die Anliegen in der Organisation operationalisiert, adaptiert und gelebt und auch wie sie nach \u00bboben\u00ab zur\u00fcckgespiegelt werden. 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